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Studieren in Mittweida

Herzlich willkommen an der Fakultät Soziale Arbeit!

Die Fakultät Soziale Arbeit blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Im Oktober 1993 haben die ersten Studierenden ein Studium der Diplom-Sozialarbeit / Sozialpädagogik aufgenommen. Bis 2006 wurden jährlich ca. 100 neue Studierende im Diplomstudiengang immatrikuliert, davon semesterweise 50 DirektstudentInnen und 50 berufsbegleitend Studierende. Darüber hinaus wurden bereits 1999 ein Masterstudiengang Sozialmanagement (über Sopro e.V.) sowie 2001 die Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (über SIMKI e.V.) etabliert. Im Jahr 2007 erfolgte dann die Akkreditierung der Bachelor-Studiengänge Soziale Arbeit und des (konsekutiven) Master-Studiengangs „Angewandte Sozialarbeitswissenschaft: Beraten - Leiten - Steuern.

Die ersten 21 Jahre hat die Fakultät als Außenstelle in Roßwein gearbeitet. Eine ausgesprochene Erfolgsgeschichte. Wie auch bundesweite Hochschulrankings bezeugen, ist das Studium der Sozialen Arbeit an der Hochschule Mittweida attraktiv. Intensive Betreuung der Studierenden, Praxisbezug und eine partnerschaftliche Lehre sind der gelebte Anspruch unserer Hochschullehrerinnen und -lehrer. Das Credo einer nicht nur an Wissensvermittlung sondern auch an Schlüsselqualifikationen und an Persönlichkeitsentwicklung orientierten Lehre heißt für die Lehrenden und die Studierenden, viel Energie und Aufmerksamkeit in einen kritischen und reflexiven Dialog zu legen. Dieser hohe Anspruch gilt auch am neuen Standort in Mittweida, dem Zentrum für Medien und Soziale Arbeit, in welches die Fakultät Soziale Arbeit zum Wintersemester 2014/15 umgezogen ist.
Im Folgenden werden die grundlegenden Studienangebote vorgestellt.

Die Bachelor-Studiengänge

Kernkompetenz der Bachelor-Studiengänge der Fakultät Soziale Arbeit ist die praxisnahe Ausbildung wissenschaftlich qualifizierten Nachwuchspersonals für die wachsende Nachfrage nach Fachkräften im Bereich der Sozialen Arbeit.

Generalistisches Profil
Das Studium vermittelt grundlegende, professionsbezogene, wissenschaftliche und kommunikative Kompetenzen. Die Absolventen werden zu selbstbewussten, selbstständig und professionell arbeitenden SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen qualifiziert, die in allen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit eingesetzt werden können. Damit sind sie flexibel gerüstet für einen sich ständig wandelnden Arbeitsmarkt in einem dynamischen Berufsfeld.
Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über ein generalistisches Fähigkeitsprofil. Damit werden sie in den Stand versetzt, die Lebens- und Problemlagen ihrer Adressatinnen und Adressaten analytisch und diagnostisch zu identifizieren. Sie ordnen ihre Fälle interdisziplinär ein und verstehen es, angemessen zu intervenieren. Das Studium befähigt dazu, Fälle und Problemlagen in ihren biografischen, juristischen und institutionellen Dimensionen zu bearbeiten. Die Absolventinnen und Absolventen haben gelernt, ethisch begründet und getragen von hoher persönlicher Reflexionskompetenz professionell zu handeln.
Die Fakultät Soziale Arbeit bietet, gleichberechtigt miteinander, zwei Varianten des Bachelorstudiums an. Dabei werden in einigen Modulen die Studierenden dieser beiden Studiengänge gemeinsam unterrichtet, um unterschiedliche Perspektiven für sie nutzbar zu machen.

Präsenzstudium: Heranführen an die Praxis
Die erste Variante, das Präsenzstudium, umfasst eine Studiendauer von sechs Semestern. Der Lehrstoff wird konsequent praxisorientiert vermittelt. Unverzichtbarer Bestandteil des Studiums sind zwei Praktika außerhalb der Hochschule, ein kürzeres bereits nach dem ersten Semester; das zweite Praktikum dauert 20 Wochen und findet im 3. Fachsemester statt. Hier wird, in Zusammenhang mit Reflexionsmodulen und angeleiteter Fallarbeit, konzentriert der Bezug zur Praxis hergestellt und reflektiert.
Besondere Aufmerksamkeit wird der individuellen Begleitung der Studierenden gewidmet. Dies zeigt sich in dem Konzept der Werkstatt. Vom ersten bis zum fünften Semester werden die Studierenden durch die ProfessorInnen in konstanten Kleingruppen begleitet. Damit wird nicht nur eine intensive Begleitung und Beratung von Studierenden ermöglicht sondern es erfolgt auch eine ständige Evaluation von Angeboten und Methoden, die im Studium zum Tragen kommen.
Das generalistische Profil des Studiengangs wird dadurch sinnvoll ergänzt, dass die Studierenden in den Wahlpflichtmodulen Arbeitsfelder, Soziale Arbeit und Methoden eigenen Fragestellungen vertiefend nachgehen können.

Berufsbegleitend zur Reflexion befähigen
Die zweite Variante ist das berufsbegleitende Studium. Es umfasst acht Semester. Voraussetzung zum Studium sind mehrere Jahre Berufserfahrung im sozialen Bereich sowie eine aktuelle Beschäftigung im Bereich der Sozialen Arbeit. Die Arbeitgeber müssen sich bereit erklären, die Studierenden entsprechend für das Studium freizustellen.
Auch hier wird der Lehrstoff konsequent praxisorientiert vermittelt. Dazu wird beispielweise im Modul Praxisreflexion durchgehend, vom 1. bis 6. Semester die eigene Praxis der Studierenden reflektiert und konzentriert an „Fällen“ gearbeitet. Hinzu kommt die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Organisation im Berufsfeld. Außerdem können hier auch individuelle Beratungen durch Professorinnen bzw. Professoren zu Anfragen und Konflikten der Studierenden geleistet werden. Auch im berufsbegleitenden Studiengang betreuen vier Professoren bzw. Professorinnen die Studierenden während des gesamten Prozesses.
Wahlmöglichkeiten werden auch Studierenden des berufsbegleitenden Studienganges geboten, insbesondere in den Modulen Soziale Arbeit, Arbeitsfelder und Methoden. Mit den zwei Blockwochen und Unterrichtseinheiten am Freitag und Samstag werden die besonderen zeitlichen Ressourcen der Studierenden berücksichtigt.

Staatlich anerkannt – umfassend qualifiziert
Mit dem Bachelorstudium an der Fakultät Soziale Arbeit ist die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiterin/Sozialpädagoge gemäß der Sozialanerkennungsverordnung (SozAnerkVO) des Freistaates Sachsen verbunden.
Im 4. und 5. Semester (Präsenzstudium) bzw. im 5. und 6. Semester (Berufsbegleitende) arbeiten die Studierenden in Praxisforschungsprojekten, in welchen sie berufsfeldbezogen die im Studium erarbeiteten bzw. erworbenen Kenntnisse erproben, sich gemäß ihren Neigungen und Fähigkeiten auf ein bestimmtes Thema konzentrieren und innovative Methoden und Inhalte erarbeiten können. Hier wird ein intensiver Bezug zur Praxis hergestellt, ohne die theoretischen Perspektiven zu vernachlässigen.
Im letzten (6. bzw. 8.) Semester wird jeweils die abschließende Bachelorarbeit geschrieben.

Die Master-Studiengänge

Das Masterstudium der Fakultät Soziale Arbeit vermittelt professionsbezogene, wissenschaftliche und kommunikative Kompetenzen für herausgehobene Tätigkeiten und Positionen in verschiedenen Feldern Sozialer Arbeit.
Zum Masterstudium zugelassen kann werden, wer ein Bachelorstudium in Sozialer Arbeit erfolgreich abgeschlossen hat. Absolventinnen und Absolventen sozialwissenschaftlicher Bezugswissenschaften der Sozialen Arbeit und der Erziehungswissenschaften können nach einem mindestens einjährigen Praktikum in einer Einrichtung der Sozialen Arbeit, welches sie nach dem Studium absolviert haben, und nach Prüfung durch den Prüfungsausschuss zugelassen werden. Dadurch entsteht auch im Studium die Herausforderung, unterschiedliche Zugänge zu Sozialer Arbeit zu diskutieren.

Integrative Kompetenz
Die Masterstudiengänge der Fakultät Soziale Arbeit verfügen über ein besonderes Fähigkeitsprofil: Aufbauend auf sozialarbeiterischen Basiskompetenzen geht es um die Verbindung von wissenschaftlich-analytischen, forschenden, anleitend-beraterischen und planerisch-koordinierenden Kompetenzen. Das Studium hat zum Ziel, all diese Felder zu integrieren.
Damit sollen die Absolventinnen und Absolventen dazu befähigt werden, in kleineren Organisationen oder in Organisationseinheiten mittlerer bis höherer Ebene qualifiziert eine bedarfsgerechte, situationsangemessene und fachlich kompetente Soziale Arbeit zu leisten und Verantwortung zu tragen. Von einer gehobenen Teamposition aus sind sie so in der Lage, auf Umstrukturierungsprozesse zu reagieren. Der Masterabschluss ermöglicht die Zulassung zum höheren Dienst.
Das Studium soll auch dazu befähigen, sozialarbeitswissenschaftliche Diskussionen in der Praxis offensiv zu führen sowie zur öffentlichen Wahrnehmung und fachlichen Entwicklung der Sozialen Arbeit beizutragen. Ein nicht unbedeutender Teil der Studierenden kommt aus den sog. Bezugswissenschaften der Sozialen Arbeit. Hier ist im Studium dem transdisziplinären wissenschaftlichen Arbeiten mehr Gewicht beizumessen, um eine Sozialarbeitswissenschaft zu stärken.

Vollzeit- und Teilzeitstudium
Die Fakultät Soziale Arbeit bietet, gleichberechtigt miteinander, zwei Varianten des Masterstudiums an. Dabei werden in einigen Modulen die Studierenden dieser beiden Studiengänge gemeinsam unterrichtet.
Das Vollzeitstudium umfasst eine Studiendauer von vier Semestern. Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Abschluss in der Fachrichtung Soziale Arbeit.
Das Teilzeitstudium umfasst eine Studiendauer von sechs Semestern, wobei der gleiche Stoff vermittelt wird wie in der Vollzeitvariante. Die Zulassungsvoraussetzungen entsprechen denjenigen der Vollzeitvariante.
Im letzten (4. bzw. 6.) Semester wird jeweils die abschließende Masterarbeit geschrieben.