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Praxisforschungsprojekt „Entwicklung einer Sozialberichterstattung für den Landkreis Mittelsachsen“

Masterstudierende der Fakultät Soziale Arbeit präsentierten am 26.01.2017 die ersten Forschungsschritte ihres Praxisforschungsprojektes zum Thema „Entwicklung einer Sozialberichterstattung für den Landkreis Mittelsachsen“. Vor VertreterInnen des Landkreises aus den Bereichen Jugend, Gesundheit, Soziales und dem Jobcenter, stellten die vier Arbeitsgruppen ihre jeweiligen inhaltlichen Schwerpunkte und das geplante Forschungsvorhaben in Form einer Posterpräsentation dar.

Unter dem Titel "Erwerbsbeteiligung Alleinerziehender" forscht eine Gruppe zu möglichen Faktoren, die eine Erwerbsbeteiligung von Alleinerziehenden fördern oder behindern können. Anhand statistischer Daten, die im Verwaltungsprozess erhoben wurden, soll die Verteilung Alleinerziehender im Landkreis Mittelsachsen betrachtet werden. Weiterhin sollen mit Hilfe von leitfadengestützten Interviews – eine Methode der qualitativen Sozialforschung – ArbeitgeberInnen und Betroffene zu Wort kommen.

Eine weitere Gruppe befasst sich mit der „Situation von pflegenden Angehörigen demenzerkrankter Menschen“. Exemplarisch für den Landkreis Mittelsachsen wird in der Sozialregion 5: West (Mittweida) untersucht, welche Bedarfe pflegende Angehörige haben. Ferner werden bestehende Unterstützungsangebote betrachtet und auf ihre Wirksamkeit hin untersucht.

Thematisch erweitert die dritte Arbeitsgruppe unter der Überschrift: „Asyl in Mittelsachsen“ die Fragestellungen und betrachtet gruppenspezifische Angebote für geflüchtete Menschen im Landkreis unter Berücksichtigung der aktuellen Datenlage. Für den Landkreis Mittelsachsen soll ein Monitoring erstellt werden, in dem soziodemografische Daten zur Asylsituation dargestellt werden. Eine Angebotskarte zu formellen und informellen bestehenden Angeboten wird das Bild abrunden. Weiterhin ist geplant, eine Sozialregion des Landkreises exemplarisch zu untersuchen und mit Akteuren ins Gespräch zu kommen.

Schließlich setzen sich einige Studierende mit beobachtbaren Unterschiedlichkeiten in der Erteilung der „Bildungsempfehlungen für das Gymnasium“ auseinander. Beispielhaft soll in der Sozialregion 5: West (Mittweida) mithilfe einer qualitativen Untersuchungsmethode nach Ursachen geforscht werden. Die Idee dieser Frage nachzugehen entstand aus dem 1. Sozialbericht für den Landkreis Mittelsachsen. Die Forschungsfragen der Studierenden untermauern die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Sozialberichterstattung. Sie werden weitere Lebenssituationen abbilden, gesellschaftliche Teilhabechancen in bestimmten Gebieten aufzeigen, sich der Frage widmen, wo soziale Problemlagen entstehen können und welche weiteren Bedarfe sich bezüglich der Versorgung mit sozialer Infrastruktur ergeben.

Die Ergebnisse aus dem Masterprojekt der Fakultät Soziale Arbeit sind ein weiterer wichtiger Baustein und damit auch ein weiterer Schritt hin zur Integrierten Sozialplanung.

Unter Leitung von Prof. Dr. Isolde Heintze werden die Projektmitarbeiterinnen Tabea Esche, M. A. und Friederike Haubold, B. A. in den kommenden Monaten die Studierenden bei ihren Forschungsvorhaben begleiten. Gleichzeitig erfolgt die Fortschreibung des 1. Sozialberichtes für den Landkreis Mittelsachsen, welcher im Frühjahr 2017 veröffentlicht wurd.