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Ausstellungseröffnung

„Roßwein und der zweite Weltkrieg – Erinnerung an Industrie, Arbeit und Vertreibung“

Diese Ausstellung ist das Ergebnis eines studentischen Projektes im Modul "Projektfelder: Jugend- und Erwachsenenbildung", unter Leitung von Prof. Matthias Pfüller,  das sich über zwei Jahre erstreckte. In dieser Zeit wurden Materialien gesammelt, Interviews geführt, nach Dokumenten geforscht, Fotos gesucht, Zeitzeugen ermittelt und befragt sowie ein Film erstellt. Die Ergebnisse zeigen, dass auch in Roßwein und Umgebung ausländische Arbeitskräfte und Kriegsgefangene für die Rüstungsindustrie arbeiteten. Ein alter Stadtplan von Roßwein aus dem Jahr 1944/45 zeigt sehr anschaulich, wo die Zwangsarbeiter untergebracht waren.

Prof. Pfüller (Bild links) sowie der Bürgermeister der Stadt Roßwein, Veit Linder (Bild rechts), begrüßten die zahlreichen Gäste. 

Als die Studierenden einen Film mit Zeitzeugenberichten über die Kriegsjahre, über die Behandlung und den Einsatz der Kriegsgefangenen und über die Wahrnehmungen, als die ersten Vertriebenen Sachsen erreichten, wurde es ganz still.

Das Interesse der Roßweiner an diesem Thema ist sehr groß. In kleinen Gesprächsrunden tauschten sie ihre Erinnerungen aus oder zeigten sich wiederentdeckte Fotos oder Dokumente. Mit viel Aufmerksamkeit betrachteten die Senioren die Schautafeln im Foyer.

Dieses Projekt wird auch in den nächsten Jahren weitergeführt. Viele interessante Ergebnisse werden erwartet, so Prof. Pfüller.
Für Neugierige: Die Ausstellung kann in den nächsten Wochen zu den Öffnungszeiten der Hochschule im Haus A besucht werden.