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Fachtagung Gender

Am 5.10.2012 führte das Institut 3l bereits zum 3. Mal eine gemeinsame Fachtagung mit der Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule Mittweida durch.

Prof. Dr. Barbara Wolf (Bild links) begrüßte, auch im Namen der Dekanin der Fakultät Prof. Dr. Christina Niedermeier, die zahlreichen Gäste,
Dipl. Soz.päd. Jana Juhran ( Bild rechts) hieß alle Teilnehmer im Auftrag des
Institut 3l willkommen.

Der Titel „Geschlechterbezug in der Jugendhilfe – ein alter Hut?“ stellte schon die Frage nach der Aktualität des Themas. Diese konnte die Referentin Prof. Dr. Maria Bitzan (Bild links) sehr anschaulich darstellen. Mit ihrem Referat  „Soziale Arbeit unter neoliberaler Sozialpolitik – Was bleibt für die Mädchen(arbeit)“  stellte sie das Spannungsfeld zwischen gesellschaftspolitischen Entwicklungen und den Auswirkungen auf die Soziale Arbeit dar.
Auf der Grundlage der fortschreitenden Individualisierungsprozesse in einer Gesellschaft, in der scheinbar alles möglich ist, wird auch die Verantwortung für das Scheitern von Lebensentwürfen individualisiert. Damit einher geht ein Prozess der De-professionalisierung in der Sozialen Arbeit. Der lebensweltbezogene Blick auf die Strukturen geht verloren zugunsten eines individualisierten Blicks. Dem unterliegt auch die Mädchenarbeit, nach der es kein kollektives Fordern mehr gibt.

Der zweite Impuls erfolgte in Form einen filmisch festgehaltenen Interview, welches Frau Prof. Dr. Wolf mit Prof. Dr. Böhnisch führte. „Aufwachsen von Jungen heute. Was auf die Jungenarbeit zukommt“ eröffnete den Blick auf die parteiliche Jungen- und Männerarbeit.

In einer großen Plenumsdiskussion wurde festgestellt: Die Benachteiligung des einen Geschlechtes heißt nicht automatisch die Bevorteilung des anderen Geschlechtes. 

Am Nachmittag wurden 5 Arbeitsgruppen angeboten.

Frau Prof. Dr. Bitzan arbeitet mit Frauen zum Thema „Parteiliche Mädchenarbeit unter Druck? Brauchen wir parteiliche Mädchenarbeit?"

Frau Prof. Dr. Heide Funk diskutierte über „Mütter (alleinerziehende) in offenen Lebendsituationen",

Dipl.Soz.päd. Hagen Gneuß arbeitete mit Männern zum Thema „Jungenarbeit heute?!“,

Dipl.Soz.päd. Karola Jaruczewski und Dipl.Soz.päd. Peter Beinwald von der AGJF boten einen Workshop „Heimat, Herd und Straßenkampf – Mädchen und Jungen verorten sich im Neonazismus“ an

Dipl.Rel.päd./Soz.arb. Andreas Rothe und Dipl. Soz.päd. Jana Juhran eröffneten Perspektiven auf „Geschlechtssensibles Arbeiten und Sucht“.
Die Ergebnisse wurden von Studierenden vorgestellt. (Bild)