?irre fragen!!

Ein Betroffenenorientiertes Praxisforschungsprojekt zur psycho-sozialen Versorgung in Sachsen

Dieses Projekt entstand im Sommersemester 2008  aus dem  AkPEKA  (Arbeitskreis Psychiatrie - Erfahrungen:  Kritik und Alternativen).
Studierende des Fachbereichs, Menschen mit Psychiatrie – Erfahrung aus der Region, sowie Professionelle aus verschiedenen  psycho – sozialen Einrichtungen gründeten die Projektgruppe, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das Erfahrungswissen von Betroffenen  zu erheben und in Lehre, Praxis und Praxisforschung einzubeziehen.
In Sachsen leben über 50.000 Menschen mit Erfahrungen in der psychiatrischen und psycho-sozialen Versorgung. Diese Menschen haben umfangreiche Erfahrungen gemacht, wie Institutionen mit ihnen in und nach einer psychischen Krise mit ihnen umgegangen sind. Aus diesen Erfahrungen haben sie sehr genaue Vorstellungen darüber entwickelt, welche Hilfsangebote im stationären, wie im ambulanten Bereich unterstützend und hilfreich sind und welche nicht. Sie definieren eigene Qualitätsstandards, sowohl  bezogen auf die institutionellen Rahmenbedingungen der Unterstützungs- und Hilfsangebote, als auch auf die Art der Intervention (die Behandlung), sowie die Haltung und das Handeln der Professionellen.
Damit soll im Diskurs über die Qualität der Hilfesysteme eine neue Perspektive eingenommen werden, die darin besteht, dass nicht mehr nur Professionelle  Qualitätsstandards festsetzten, sondern vor allem die Betroffenen in erster Person als Expertinnen und Experten an der Hilfeplanung und  ihrer  Umsetzung beteiligt sind.

Steffi Weber-Unger-Rotino                                                              April 2008