Sozialmanagement, Master Teilzeitstudium

Verantwortlichkeit

Fakultät Soziale Arbeit

Studienrichtung

Managementfunktionen in der Sozialwirtschaft

Abschluss

Master of Social Management

Regelstudienzeit

5 Semester

Anschlussqualifikation

Promotion

Studienbeginn / Studienform

Sommersemester / Teilzeitstudium

Zulassungsbeschränkungen

nein

Akkreditiert

ja /  Urkunde Neu 2013

 

Seit 1999 bietet die Fakultät Soziale Arbeit
der Hochschule Mittweida einen postgradualen Studiengang

Master des Sozialmanagement an.

Berufsfelder

Absolventen des Masterstudienganges Sozialmanagement finden in der gesamten Sozialwirtschaft Arbeitsmöglichkeiten. Ihnen stehen Leitungsfunktionen in öffentlichen Verwaltungen, in Organisationen gemeinnütziger, freier Träger sowie gewinnorientierter Organisationen.

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Studienziel

Der akkreditierte Masterstudiengang Sozialmanagement bietet eine interdisziplinäre Ausbildung für Führungs- und Leitungsfunktionen auf der Basis einer praxisbezogenen Verknüpfung von relevantem Orientierungs-, Erklärungs-, Analyse- und Handlungswissen der Wissenschaftsdisziplinen Soziale Arbeit, Betriebswirtschaftlehre, Soziologie, Psychologie, Sozialpolitik und Recht. In ihm werden eigenständige Bestandteile einer Lehre des Sozialmanagements vermittelt.
Das Studium des Sozialmanagements soll Absolventinnen und Absolventen eines ersten berufsqualifizierenden Studiums dazu befähigen, Managementfunktionen in allen Bereichen der Sozialwirtschaft, z.B. in der freien Wohlfahrtspflege, bei öffentlichen Trägern und in privatwirtschaftlichen Organisationen, sowie – mit entsprechenden selbständigen Vertiefungen – in angrenzenden Bereichen des Gesundheits-, Bildungs-, Kultur- und öffentlichen Sektors kompetent auszuüben.
Ziel des Studiums ist die Befähigung zu verantwortungsbewusstem, innovativem Leitungs- und Führungshandeln. Neben der wissenschaftlichen und methodischen Qualifikation zielt das Studium auf die Bildung der persönlichkeitsbezogenen Reflexionskompetenz. Das erfolgreich abgeschlossene Masterstudium kann auch die Basis für eine wissenschaftliche Weiterqualifizierung sein.
Die Hochschule unterstützt das Ziel der Integration behinderter Menschen (§ 1 Abs. 2 SächsIntegrG). Den Studierenden wird das für die Schaffung von Barrierefreiheit (§ 3 SächsIntegrG) erforderliche Wissen vermittelt.

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Studienaufbau

Das Studium besteht aus Präsenz- und Fernstudienanteilen.

Wesentliche Bestandteile des Studiums sind:

Studienbriefe zum Selbststudium.

Sie umfassen die Gebiete

  • sozialpolitische Grundlagen,
  • juristische Grundlagen,
  • betriebswirtschaftliche Grundlagen,
  • Organisationstheorie und Managementlehre,
  • praktische Anwendungsgebiete wie Qualitätsentwicklung, Organisationsentwicklung und Personalentwicklung, strategische Planung, Marketing, Controlling, Vernetzung, Projektentwicklung, Unternehmensgründung etc.

Präsenzeinheiten zu all den genannten Themenbereichen.

Sie dienen

  • der Vertiefung und dem Austausch mit den Fachleuten, die Grundlagenwerke veröffentlicht und die Studienbriefe verfasst haben,
  • der Präsentation und Diskussion von Entwerfen und
  • dem Training von Fertigkeiten im geschätzten Raum.

Internetseminare und Internetforen.

Sie dienen

  • der Lösung von Aufgaben zwischen den Seminaren,
  • der Kommunikation zwischen den Studierenden und
  • dem Austausch mit den Lehrenden.

Coaching

Es dient

  • der Bearbeitung von Problemen in der eigenen Praxis
  • der Bearbeitung von Problemen im Studium,
  • der Nachbearbeitung von Konfliktsituationen,
  • generell der Sozial- und Selbstkompetenz (in Leitungsfunktionen und in der Vorbereitung darauf).

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Ausbildung

In fünf Semestern können Sie aufbauend auf Ihrem ersten Studienabschluss einen akkreditierten Master of Social Management erwerben,der Ihnen den Zugang zum höheren Dienst in der öffentlichen Verwaltung öffnet, der Sie in Leitungspositionen der Sozialwirtschaft bringen kann und der zur Promotion berechtigt. Diesen Studienabschluss können Sie berufsbegleitend erwerben. D.h. der Studienaufbau ist so abgestimmt, dass Sie in einer Kombination aus Selbststudium, dem Besuch von Präsenzeinheiten (ca. 12 Tage im Semester) und der Teilnahme an Internetseminaren und -foren neben Ihrer Berufstätigkeit diesen hochqualifizierten Abschluss erfolgreich absolvieren können.
Der Studiengang eignet sich, wie die bisherigen Anmelde- und Abschlusszahlen belegen, insbesondere für Frauen, die in den Leitungsbereich aufzusteigen beabsichtigen.
Das Studium ist modular aufgebaut. Es setzt sich aus fünf theoretischen Studiensemestern zusammen und endet nach Anfertigung der Masterarbeit mit deren Verteidigung in einem Kolloquium. Das Leistungspunktsystem entspricht dem Europäischen System zur Anrechnung von Studienleistungen (European Credit Transfer System – ECTS).

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Zulassungsvoraussetzungen

Das Studium des Sozialmanagements an der Hochschule Mittweida kann aufnehmen, wer:

  1. über einen ersten Hochschulabschluss (Bachelor/Bakkalaurus, Diplom) an einer Hochschule in den Studiengängen Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Sozialwesen verfügt,
  2. bei Bewerbungsschluss mit Termin 10. Januar des laufenden Jahres mindestens eine dreijährige Praxis nach dem Hochschulabschluss in der Sozialen Arbeit nachweisen kann,
  3. sich in einer Leitungsfunktion befindet oder plausibel glaubhaft machen kann, sich auf eine derartige Funktion vorzubereiten.

Ferner können Personen zum Studium zugelassen werden, die:

  1. über einen anderen Hochschulabschluss verfügen und
  2. sich bei Bewerbungsschluss mit Termin 10. Januar seit mindestens sechs Jahren in einer Leitungsfunktion in Organisationen der Sozialen Arbeit befinden.

Für ausländische Studienbewerber kann der Fachbereich Soziale Arbeit, den Zugang zum Studium von eigenen Leistungserhebungen abhängig machen.

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Bewerbung

Eine Einschreibung ist nur bei vollständig eingereichten Bewerbungsunterlagen möglich:

  • Immatrikulationsantrag
  • eine Kopie des Abschlusszeugnisses des vorherigen Studiums
  • aktueller Notenauszug,
  • tabellarischer Lebenslauf,
  • eine Kopie Ihres Personalausweises oder Reisepasses,
  • ein Foto für den Studentenausweis (bitte auf der Rückseite mit Ihrem Namen versehen)
  • ein ausreichend frankierter Umschlag mit eigener Anschrift

Die Bewerbung muss bis spätestens 10. Januar des laufenden Jahres an der Hochschule eingegangen sein.

  • Bis zum 31. Januar des laufenden Jahres erhalten alle Bewerberinnen und Bewerber eine schriftliche Benachrichtigung betreffs Ihrer Studienzulassung.
  • Studienbeginn ist jeweils zum Sommersemester.
  • Allgemeine Anfragen richten Sie bitte an:
    Hochschule Mittweida
    Studienberatung
    Technikumplatz 17
    09648 Mittweida

    Tel.:  +49 3727 58 -1309
    Fax:  +49 3727 58 -1314
    mail: studienberatung@hs-mittweida.de

    Bewerbungen richten Sie bitte an:
    Hochschule Mittweida
    Studierendenservice / Bewerberservice
    Technikumplatz 17
    09648 Mittweida

    Tel.: +49 3727 58 - 1800
    Fax: +49 3727 58 - 1464
    mail: studium@hs-mittweida.de

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Kosten für den Studiengang

Studierende entrichten für das 1. bis einschließlich 4. Semester einen Unkostenbeitrag von 1.900 Euro je Semester. Zur Einstufungsprüfung nach dem 4. Semester entrichten sie einen einmaligen Beitrag von 500 Euro.

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Warum dieser Studiengang

Sowohl die öffentliche Verwaltung als auch die Organisationen der Sozialen Arbeit befinden sich gegenwärtig im Umbruch. Wesentliches Kennzeichen für diesen Umbruch sind die Einführung betriebswirtschaftlicher Elemente, die in den Konzepten des New Public Managements, Lean Governments oder in der "Neuen Steuerung in der öffentlichen Verwaltung" (KGSt-Modell) verarbeitet werden. Neue Schlüsselqualifikationen werden verlangt.
Nachdem sowohl die Hochschulausbildungen als auch die Praxis bislang Managementqualifikationen in der Sozialen Arbeit wenig Raum eingeräumt haben, besteht die Gefahr, dass große Teile der Sozialen Arbeit ihren Bedarf notdürftig aus den eigenen Reihen zu decken versuchen, eine Art funktionalen Dilettantismus fortschreiben und durch andere überholt werden, die sich besonders fortschrittlich wähnen und sich ihre Fachkräfte für das Management gleich aus der Wirtschaft holen.
Schlüsselqualifikationen für die Bewältigung des Umbruchs in der Sozialen Arbeit sind im Spannungsverhältnis zwischen sozialpädagogischer Fachlichkeit und Managementwissen angesiedelt. Die Nachfrage danach kann weder durch Konzepte nach dem Motto "weiter wie bisher, etwas aufgeputzt mit modernen Begrifflichkeiten" noch durch den reinen Import betriebswirtschaftlicher Fachlichkeit befriedigt werden. Es muss schon die Mühe aufgewandt werden, sich in das Spannungsverhältnis zu begeben, um eigenständige Konzepte zu entwerfen, die fundiert genug sind, die Herausforderungen zu meistern.
Deren Umsetzung muss in jedem Fall durch qualifizierte Personen gemeistert werden. Bereits in Leitungsfunktionen tätige oder sich unmittelbar darauf vorbereitende Personen können sich nicht in ein grundständiges Studium begeben. Wenn sie davon überzeugt sind, dass sie mehr Managementwissen und mehr Fertigkeiten benötigen, dann werden sie sich Formen suchen, die sich mit ihrer aktuellen Belastung vereinbaren lassen. Aus den Angeboten auf dem Markt kommen bisher überwiegend Fortbildungen infrage, die mehrere Jahre dauern und in (Wochenend-) Blöcken absolvierbar sind. Sie schließen mit einem Zertifikat eines Fortbildungstgers ab, das Anstellungsträger akzeptieren können oder auch nicht.
Die beschriebene Situation ist eine Herausforderung für Hochschulen. Ihr haben sich ca. 30 Fachleute aus 18 Hochschulen im Rahmen des Fachhochschul- Fernstudienverbundes der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (FVL) gestellt.

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